Was kostet Marketing-Mix-Modeling wirklich?
Eigenbau, Beratungsprojekt, feste Preisstufe oder Umsatzbeteiligung. Vier Preismodelle mit realistischen Spannen, dazu die Kosten, die in Angeboten regelmäßig fehlen.
Auf die Frage, was Marketing-Mix-Modeling kostet, gibt es selten eine klare Antwort, weil die Anbieter drei völlig verschiedene Dinge verkaufen: eine Studie, eine Lizenz oder einen Umsatzanteil. Dieser Beitrag stellt die vier üblichen Preismodelle nebeneinander, nennt realistische Spannen und zeigt, welche Kosten in den Angeboten regelmäßig fehlen.
In drei Sätzen
- 01Vier Preismodelle: Personenaufwand, Projektpreis, feste Stufen und Umsatzbeteiligung.
- 02Die versteckten Kosten liegen fast immer in der Datenaufbereitung und in der laufenden Pflege.
- 03Rechne nicht in Lizenzkosten, sondern in Kosten pro belastbarer Entscheidung.
Modell eins, Eigenbau nach Personenaufwand
Bibliothek kostenlos, Arbeit nicht. Zwei bis vier Personenmonate für den ersten belastbaren Stand, danach etwa zwei bis vier Personentage im Monat für Pflege. Bei internen Kosten von grob 700 bis 900 Euro pro Personentag landet der erste Aufbau schnell im hohen fünfstelligen Bereich, die laufende Pflege bei rund 20.000 bis 40.000 Euro im Jahr. Die Details dazu stehen in MMM selbst bauen mit Robyn oder Meridian.
Modell zwei, das Beratungsprojekt
Eine klassische MMM-Studie durch eine Agentur oder ein Analytics-Haus liegt üblicherweise im mittleren bis hohen fünfstelligen Bereich, große Auftraggeber zahlen sechsstellig. Dafür bekommst du ein individuelles Modell und eine sehr gute Präsentation. Was du nicht bekommst, ist ein System, das nächsten Monat wieder rechnet. Die Aktualisierung ist ein neues Angebot.
Modell drei, feste Preisstufen
Software mit festen Stufen kostet das, was auf der Preisseite steht, unabhängig davon, wie gut dein Jahr läuft. Vectalyze liegt hier bei 99 Euro im Monat im Starter und 299 Euro im Pro-Plan, bei Jahreszahlung sind zwei Monate frei, gekündigt wird monatlich. Der Vorteil ist Planbarkeit, der Nachteil, dass sehr kleine Nutzer denselben Grundpreis zahlen wie mittlere.
Modell vier, Umsatz- oder Spend-Beteiligung
Viele US-Werkzeuge rechnen anteilig ab, oft an Umsatz oder Werbeausgaben gekoppelt. Das fühlt sich fair an und wird teuer, sobald du wächst. Wachsende Shops landen so regelmäßig im vier- bis fünfstelligen Jahresbereich. Mehr dazu in Northbeam- und Triple-Whale-Alternative.
Die richtige Frage ist nicht, was das Werkzeug kostet, sondern wie viel Budget du ohne es falsch verteilst.
Die einzige Rechnung, die zählt
Setz die Kosten ins Verhältnis zum Mediabudget. Bei 20.000 Euro Werbeausgaben im Monat sind 99 Euro etwa ein halbes Promille. Eine Umschichtung, die den Wirkungsbeitrag um wenige Prozent verbessert, spielt das um ein Vielfaches ein. Umgekehrt lohnt sich bei 2.000 Euro Monatsbudget weder ein Werkzeug noch ein Eigenbau, dort entscheidet Handwerk, nicht Mathematik. Wie eine Umschichtung praktisch aussieht, steht in Budget in 30 Minuten neu verteilen.
Worauf du beim Angebot achten solltest
Frag nach drei Dingen. Erstens, ist die Aktualisierung enthalten oder ein neues Projekt? Zweitens, was passiert bei mehr Kanälen, mehr Mandanten oder mehr Umsatz? Drittens, bekommst du die Modellergebnisse exportiert, oder bleiben sie im Werkzeug? Die vollständige Prüfliste steht in Software zur Budget-Optimierung auswählen, die Marktübersicht in MMM-Software im Vergleich.